Grundschule am Castrum

Mittwoch, 20.März.2019
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Pressespiegel

Ein Ort des Spielens und des Lernens

Entwurf fĂŒr die neue Grundschule vorgestellt / ArchitektenbĂŒro aus OsnabrĂŒck gewinnt Wettbewerb

 © Calenberger ZeitungAuf dem Papier steht sie schon: die neue vierzĂŒgige Grundschule Am Langen Feld. Das Geheimnis, wie der Neubau eines Tages aussehen wird, wurde am Montagabend im Rathaus gelĂŒftet. Gleichzeitig wurden die Architekten des Entwurfs ausgezeichnet. Das BĂŒro OKF-Architekten aus OsnabrĂŒck hatte den Zuschlag der 13-köpfigen Jury erhalten. Eingereicht worden waren 17 „qualitĂ€tvolle Arbeiten“, wie der freischaffende Architekt und Juror Martin MĂŒller sagte.

 © Calenberger ZeitungDen Siegerentwurf lobte MĂŒller fĂŒr seine ĂŒberragende rĂ€umliche Anordnung. Er sprach zudem von einer klaren Differenzierung zur benachbarten Oberschule durch die zwischen beiden Einrichtungen angedachte Platzierung der Mensa, die von beiden Schulen gemeinsam genutzt werden soll. Sie ist von zwei Seiten zugĂ€nglich.

Das dreigeschossige SchulgebĂ€ude habe zwar eine „gewisse Wuchtigkeit“ und auch die Gestaltung der Fassade sei nicht optimal gelungen – doch die klare Grundordnung habe ĂŒberzeugt. Bestechend gelöst seien die geplanten und lichtdurchfluteten Schulstraßen in den beiden Obergeschossen. Im Erdgeschoss sollen ein Forum, MusikrĂ€ume und der Ganztagsbereich untergebracht werden.

Die grĂ¶ĂŸte Herausforderung bei der Konzeption der neuen Grundschule sei gewesen, einen klaren Eingang zu definieren und die ZusammenhĂ€nge der PausenflĂ€chen zu schaffen, sagte OFK-Architekt Jakob Faßbender. Ein wesentliches Element der Planung im Inneren des GebĂ€udes ist, dass die Flure als Kommunikationsachsen dienen sollen. So sind sogenannte MarktplĂ€tze entstanden. „Die Flure sollen einen Mehrwert haben“, sagte Faßbender mit Blick auf Spielmöglichkeiten, PrĂ€sentationen und Ausstellungen. Die Schule solle ein Ort des Spielens und Lernens sein. Zudem seien die Linien der neuen Grundschule an den Kanten der bereits auf dem GelĂ€nde stehenden Oberschule orientiert . Der Neubau sei als Erweiterung des bestehenden stĂ€dtebaulichen Bildes, des Schulcampus, zu sehen.

Schulleiterin Stefanie Diemert war mit dem Entwurf einverstanden, zumal Anregungen der Schule umgesetzt worden sind. „Unter anderem haben wir uns gewĂŒnscht, dass jeweils vier RĂ€ume in einem Trakt als Einheit angeordnet werden“, sagte sie. Auch der wetterfeste ĂŒberdachte Eingang sei toll.

Bei aller Ă€ußeren und innere Planung – ein Kriterium sprach offenbar besonders fĂŒr den Vorschlag aus OsnabrĂŒck:die wirtschaftliche Umsetzung des Entwurfs. Rund 7 Millionen Euro hat die Stadt in einer groben SchĂ€tzung fĂŒr den neuen Schulkomplex eingeplant. „Aber damit werden wir nicht hinkommen“, befĂŒrchtet Wolfgang Middelberg, Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt.

Im nĂ€chsten Schritt folgt nun die Detailplanung in enger Absprache mit der Schulleitung. Middelberg geht momentan davon aus, dass im FrĂŒhjahr nĂ€chsten Jahres mit dem Bau auf dem Bolzplatz neben der Oberschule begonnen werden kann. Nach der Fertigstellung wird zunĂ€chst die Grundschule Am Castrum in das neue Haus ziehen. Auch dort wird dann ein Neubau errichtet. Und geht es nach BĂŒrgermeister Cord Mittendorf, wird der Entwurf erneut in einem Wettbewerb ermittelt. „Diese Idee hat Zukunft“, sagte er bei der Preisverleihung.

 

Calenberger Zeitung vom 27.06.2018

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